Eine Komödie von Ludwig Thoma
Fritz Berrmann, Rentier: Jörn Vöcking
Lina Beermann, seine Frau: Gertraud Sailer
Adolf Bolland, Kommerzienrat: Jörg Plank
Dr. Hauser, Justizrat: Roland Kühnlein
Hans Jakob Dobler, Dichter: Rafael Evitan Grombelka
Freiherr von Simbach, Polizeipräsident: Thomas Mitterhuber
Oskar Ströbel, Staatsanwalt: Okan Seese
Freiherr Botho von Schmettau, Polizeirat: Rafael Evitan Grombelka
Frau Lund, eine alte Dame: Lydia Fietz
Madame Ninon de Hauteville, eine Private: Antje Rupprech
Regie: Elisabeth Pinilla Isabela
Inhalt:
Da durch das Anwachsen und die Verdichtung der Stadtbevölkerung im Zuge der Industrialisierung Kriminalität und Prostitution zunahmen, wurde Anfang des Jahrhunderts ein Sittlichkeitsverein
gegründet, dessen Ziel es ist, über die Moral der Bürger zu wachen. Lehrer, Pfarrer und Richter schlossen sich zu Vereinen zusammen.
Daraus ergab sich die Nähe zu bestimmten politischen Parteien, die das für und Wider in Sachen Sexualmoral in die politische Auseinandersetzung einbezogen. Moral und Religion wurden zu gleichbedeutenden Begriffen, bzw. Kampfrufen, die nicht nur den Sexualverhältnissen, sondern auch der naturalistischen Literatur und dem Antiklerikalismus galten.
Vorsitzender ist der vermögende Rentier Fritz Beermann, Als die mehr als anrüchige Ninon de Hauteville verhaftet wird, gerät auch Beermann in die Bedrängnis. Denn Ninon hat Buch geführt über ihre Besucher. Ludwig Thoma zielt gegen die Verlogenheit und nur scheinbare Tugend der bürgerlichen Gesellschaft und er tat dies auf humorvolle Art.